Ungeachtet der wiederholten Kritik von US-Präsident Donald Trump gibt sich Fed-Chef Jerome Powell unbeirrt. „Das Gesetz besagt eindeutig, dass meine Amtszeit vier Jahre beträgt“, sagte Powell dem US-Sender CBS. Diese werde er auch erfüllen. Die US-Notenbank hatte den Leitzins im vergangenen Jahr vier Mal angehoben und sich damit scharfe Kritik von Trump eingehandelt. Dabei brach Trump mit der Gepflogenheit, dass US-Präsidenten die Fed als unabhängig anerkennen. „Ich denke, die Fed ist verrückt geworden“, sagte der US-Präsident. Nach seinen Äußerungen spekulierten Beobachter, Trump könne Powell entlassen, obwohl er diesen selbst zum Notenbank-Chef gemacht hatte.
Die Große Koalition will die geplanten Ausnahmen von möglichen Diesel-Fahrverboten in Städten noch etwas ausweiten. Neben nachgerüsteten schweren Kommunalfahrzeugen etwa von Müllabfuhr und Feuerwehr sollen auch Fahrzeuge privater Entsorger ausgenommen sein, die beispielsweise Verpackungsmüll aus gelben Tonnen oder Bauabfall transportieren. Das geht aus einem Änderungsantrag von Union und SPD hervor. Gestrichen werden soll in der Änderung des Immissionsschutzgesetzes außerdem eine räumliche Einschränkung zu Ausnahmen für Handwerker- und Lieferfahrzeuge.
Der Dax hat sich am Montag etwas von dem Rückschlag in der vergangenen Woche erholt. Positive Aussagen der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt stützten. Am Ende rückte der deutsche Leitindex um 0,75 Prozent auf 11 543,48 Punkte vor. Der MDax, der Index der mittelgroßen Werte, stieg um 1,07 Prozent auf 24 561,22 Zähler. China hatte sich am Wochenende positiv über den Verlauf der Verhandlungen mit den USA geäußert. Seitens der Vereinigten Staaten sagte Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, dass bis April eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit möglich sei. Rund um den Brexit wird es heute wieder spannend, denn dann stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der Europäischen Union ab.
Die Papiere der Commerzbank gewannen im MDax knapp 7,15 Prozent und die der Deutschen Bank im Dax fast fünf Prozent. Allerdings hatten beide in der vergangenen Woche wegen des andauernden Zinstiefs in Europa deutlich an Wert verloren. Nun gaben wieder hochkochende Fusionsspekulationen den Kursen neue Nahrung.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,03 Prozent am Freitag auf minus 0,02 Prozent.