Erstes Urteil im Fall Lügde: Bewährung

von Redaktion

Detmold – Die Vorsitzende Richterin sparte nach dem Urteil nicht mit harschen Worten. „Die Taten waren schäbig und menschenverachtend“, sagte Anke Grudder, nachdem sie am Mittwoch im Missbrauchsfall Lügde das erste Urteil verkündet hat. Die Juristin wollte damit klarmachen, dass die Bewährungsstrafe für Heiko V. alles andere als ein Freispruch ist. Das Landgericht verurteilte den 49-Jährigen aus Stade in Niedersachsen zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung – mit Auflagen. So muss sich Heiko V. einer Therapie unterziehen. Verurteilt wurde er wegen Anstiftung und Beihilfe zum sexuellen und schweren Missbrauch von Kindern.

Das Gericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Anklage hatte sich für eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten ausgesprochen – ohne Bewährung.

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