Eine Parodontitis entwickelt sich meist über Jahre von den Betroffenen unbemerkt. Sie beginnt mit einer Zahnfleischentzündung und verursacht anfangs keine Schmerzen.
Die Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose, ist eine Entzündung des zahnumgebenden Gewebes. „Eine Parodontitis beginnt meist in jungen Jahren. Sie entwickelt sich immer aus einer Zahnfleischentzündung und schreitet in der Regel nur langsam fort“, verdeutlicht Dr. Sonja Sälzer, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.
Typische Symptome können zunächst leicht gerötetes, entzündetes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch sowie Zahnfleischrückgang sein.
Unbehandelt kann es vor allem in der zweiten Lebenshälfte zu freiliegenden Zahnhälsen, Eiter und Zahnlockerung bis hin zum Zahnverlust kommen.
Raucher erkranken deutlich häufiger an einer Parodontitis als Nichtraucher und der Verlauf der Erkrankung ist schwerer. Denn Rauchen verengt die Gefäße. Zahnfleischbluten als wichtiges Signal für eine beginnende Parodontitis bleibt oftmals aus.
Bei der Kontrolluntersuchung kann der Zahnarzt eine mögliche Parodontitis mit Hilfe des sogenannten Parodontalen Screening Index (PSI) feststellen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Parodontitis-Vorsorge alle zwei Jahre.
Dabei untersucht der Zahnarzt das Zahnfleisch. Mit einer Sonde tastet er für den Patienten kaum spürbar das Gewebe zwischen Zähnen und Zahnfleisch ab. Pro Dente