Frankfurt – Ein bisschen Sehnsucht nach seiner furiosen „Büffelherde“ und den glorreichen Europa-League-Abenden konnte Adi Hütter nicht verbergen. Am spektakulären 0:3 gegen den Vorjahresfinalisten FC Arsenal gefiel dem Trainer von Eintracht Frankfurt vieles – nur nicht das ernüchternde Ergebnis. „Man darf eins nicht vergessen: Wir haben Spieler zu ersetzen, die letztes Jahr viele Tore gemacht haben“, sagte Hütter in Erinnerung an das Sturmtrio Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic, das den Cub in diesem Sommer kollektiv verlassen hat.
Die fast schon gewohnte Europapokal-Party erhielt auch wegen des Fehlens der drei Super-Stürmer einen erheblichen Dämpfer. „Wir stehen leider mit 0:3 da, ich habe trotzdem eine sehr ansprechende Leistung gesehen“, sagte Hütter, der den Chancenwucher bemängelte. Dass der Österreicher doch noch mit einem kleinen Grinsen in die Nacht gehen konnte, dafür sorgte Kult-Coach Dragoslav „Stepi“ Stepanovic, der aus der letzten Reihe des Presseraums lautstark rief: „Lebbe geht weider.“
Anstelle von Haller, Jovic und Rebic stehen nun Sturmkante Bas Dost sowie die beiden Portugiesen André Silva und Goncalo Paciencia. Was aussieht wie ein sehr ordentliches Dreieck, hat aber auch mit dem Maßstab von 57 Pflichtspiel-Toren der Vorgänger zu kämpfen, dpa