Mannheim – Als Außenseiter in der Deutschen Eishockey-Liga anzutreten, daran muss sich der EHC München erst wieder gewöhnen. Aber offenbar kommt er mit der Rolle ganz gut zurecht: Am Freitag gewann das Team von Trainer Don Jackson bei Meister Adler Mannheim 7:2 (1:1, 3:0, 3:1) und schaffte damit so etwas wie eine kleine Revanche für das verlorene Finale in der vergangenen Saison. Nach drei Spieltagen führt der EHC die Tabelle mit der Maximalpunktzahl an. Am Sonntag sind die Eisbären in München zu Gast.
Es war aber nicht nur das Duell des Vorjahres-Besten gegen den Zweitbesten, sondern auch das der so gelobten Hochbegabten: Auf der Seite des Meisters Justin Stützle, 17, beim EHC Justin Schütz, 19, und John Peterka, 17, die vier der fünf Münchner Tore in den ersten beiden Partien erzielt hatten.
Am Freitagabend aber standen erst einmal andere im Rampenlicht. Patrick Hager zum Beispiel, der am Ende des ersten Drittels die Führung von Mannheims Benjamin Smith (7.) ausglich „Ich komme gerade noch so hin, aber bekomme eigentlich keinen Druck drauf. Da war auch Glück dabei“, beschreibt der Kapitän auf Magentasport sein Tor zum 1:1 (19.). Oder dann im vom EHC glänzenden zweiten Drittel Trevor Parkes und Keith Aulie. Die beiden Routiniers des EHC trafen kurz nacheinander (23. und 25.) und sorgten damit für einen leicht beruhigenden Vorsprung der Münchner, ehe Maximilian Daubner für den vierte Treffer für die Gäste (31.).
Und dabei fiel keines der EHC-Treffer in diesem zweiten Drittel in Überzahl, in dieser Saison bisher nicht die große Stärke der Münchner. Ganz im Gegensatz dazu die Adler: Nach dem ersten Treffer fiel auch der zweite im Schlussdrittel in Überzahl – durch Tommi Huhtala (43.). Der letzte Spielabschnitt gehörte erst einmal wieder dem Meister; aber dann gelang Konrad Abeltshauser ein Empty Net Goal (59.), ehe Jungstar Peterka (59.) und Chris Bourque (60.) das Debakel für die Adler perfekt machten. ub