Bad Tölz – Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt. „Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Saison hinbekommen“, hatte Hubert Hörmann, der Vorsitzende des EC Bad Tölz, vor der Saison als Ziel ausgegeben. Doch es war nicht unbedingt alles positiv – gerade in der ersten Saisonphase. Verletzungssorgen und Spielsystem-Probleme sorgten dafür, dass die Tölzer Löwen nun erneut um den Klassenerhalt in der DEL 2 bangen.
Unter dem neuen Trainer Scott Beattie finden nun die Leistungsträger zu erwarteter Form, es sind ein roter Faden im Spiel und verbesserte Effizienz im Abschluss zu erkennen. Die Löwen gehen gut gerüstet in die Playdowns ab Freitag. Gegner in der ersten Runde: der EHC Freiburg.
Anders als in der Vorsaison, als die Tölzer über die volle Distanz in der Abstiegsrunde gingen, soll Freiburg der letzte Gegner bleiben. Heißt: vier Siege gegen die Breisgauer in der Serie, die mit Tölzer Heimrecht beginnt. Drei der bisher vier Partien gewannen die Löwen. Zumindest die Heimspiele (5:0 und 7:3) waren klare Angelegenheiten, auch wenn Tölz am vorletzten Spieltag der Vorrunde eine 3:0-Führung etwas leichtfertig aus der Hand gab und erst im Schlussdrittel davonzog.
Nun bereitet sich der Tabellenzwölfte nach drei trainingsfreien Tagen auf die entscheidende Saisonphase vor. Die Playdowns bestreiten die Löwen – selten genug in dieser Saison – mit komplettem Kader. Stürmer Philipp Schlager hat seine Bauchmuskel-Verletzung ausgestanden. Wo der Tölzer Kapitän zum Zug kommt, muss der Trainer noch eruieren. Ihm standen zuletzt mit Andreas Pauli, Topscorer Stephen MacAulay, Lubor Dibelka sowie Tyler Gron, Hannes Sedlmayr und dem kanadischen Neuzugang Jordan Hickmott zwei gut funktionierende Sturmreihen zur Verfügung. In der Defensive steht nur hinter Andreas Schwarz’ Spieltauglichkeit ein Fragezeichen. Ob er nach seinem Innenbandriss im Knie wieder einsatzfähig voll ist, wird sich erweisen. Zumindest trainiert er schon wieder mit der Mannschaft. NICK SCHEDER