FUSSBALL IN KÜRZE

Effenberg vs. Schalke

von Redaktion

Trainer Domenico Tedesco will beim Vizemeister Schalke 04 keine Stammspieler in der Champions League für den Abstiegskampf schonen. „Keine Sekunde“ habe er darüber nachgedacht, sagte der 33-Jährige vor dem Achtelfinal-Rückspiel (heute, 21 Uhr) bei Manchester City: „Natürlich ist die Situation in der Liga hochgefährlich. Aber wir möchten hier mit aller Macht bestehen. Es geht nicht darum, irgendjemanden zu schonen.“ Die Chancen der Königsblauen auf den Einzug ins Viertelfinale sind nach der 2:3-Heimspielniederlage im Hinspiel minimal. In Manchester verzichtet Tedesco erneut auf Nationalspieler Mark Uth und Amine Harit. Zu den Gründen wollte er sich gestern nicht weiter äußern. „Ich werde in keinster Weise mit dem Finger auf irgendwen zeigen“, sagte er.

Ilkay Gündogan hat sich von der Ausbootung der Münchner Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels aus der Fußball-Nationalmannschaft überrascht gezeigt. „Das hatte ich nicht erwartet. Die Vorzeichen standen ja auch nicht darauf“, sagte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City. Anders als die Münchner Joshua Kimmich und Leon Goretzka verzichtete Gündogan jedoch auf Kritik am Stil von Bundestrainer Joachim Löw, der dem Weltmeister-Trio von 2014 die Entscheidung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte: „Der Bundestrainer hat sich für einen anderen Weg entschieden, was, glaube ich, okay ist.“

Der FC Schalke 04 und Stefan Effenberg haben sich wegen eines offenbar per Handschlag vereinbarten Trainer-Engagements im Jahr 2013 einen verbalen Schlagabtausch geliefert. Nachdem der Ex-Nationalspieler die einstige Abmachung, die schließlich nicht zustande gekommen war, in der Sendung „Sky90“ am Sonntagabend öffentlich gemacht hatte, sah sich Schalke zu einer Klarstellung genötigt. „Zur gestrigen Aussage von Stefan Effenberg, Schalke 04 habe ihm gegenüber eine Zusage per Handschlag über ein Engagement als Chef-Trainer nicht eingehalten, stellt der Vorstand des FC Schalke 04 klar: Richtig ist, dass es 2013 Gespräche des gesamten damaligen Vorstands und des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Clemens Tönnies mit Effenberg gab. Diese resultierten in einer Handschlag-Zusage über eine Zusammenarbeit mit Effenberg als Chef-Trainer.“ Eine „zentrale Bedingung dieser Vereinbarung“ sei es gewesen, „dass die Gespräche und deren Inhalte zunächst vertraulich“ behandelt werden sollten. Seine Frau Claudia Effenberg habe aber unmittelbar nach Beendigung der Gespräche gegen diese Bedingung durch einen Post auf sozialen Medien verstoßen. Daraufhin habe der Vorstand von weiteren Gesprächen Abstand genommen. Dies wollte wiederum Effenberg nicht auf sich sitzen lassen. „Das entspricht nicht der Wahrheit. Diesen angeblich öffentlichen Post in Bezug auf ein Engagement beim FC Schalke hat es nie gegeben“, sagte der 50-Jährige dem Internetportal „t-online.de“.

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