Der Ausbau des Radverkehrs, ein Veggie-Tag in allen städtischen Schulen und Einrichtungen, eine autofreie Innenstadt, kostenlose Bustickets für Schüler, die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes hier, direkt vor der Haustüre: Die Liste der Forderungen für Rosenheim ist lang, sie hängt an diesem Freitag am Gestänge des Rednerpults auf dem Max-Josefs-Platz. Oben stehen die Jugendlichen, die „Fridays For Future“ in die Stadt geholt und daraus „Fridays for Rosenheim“ gemacht haben. Valerie, Fine, Jonas, Norres Lee, Noel und all die anderen, die sich einsetzen wollen für Klima- und Umweltschutz. Die appellieren: „Lasst uns der Erde helfen.“ Ein Gedanke, der an diesem Freitag, dem Tag des globalen Klimastreiks, in ganz Deutschland seine Anhänger findet. Allein in Rosenheim sind geschätzt gut 500 Menschen gekommen. Und längst sind es nicht mehr die Jugendlichen allein, die demonstrieren, reden und Parolen rufen. Menschen jeden Alters sind gekommen, allein, mit Freunden, mit der Familie. Sie fordern ein radikales Umdenken in Politik und Gesellschaft, weg von Konsum, ständigem Wachstum und vom Lobbyismus. Sie trommeln, pfeiffen und skandieren Sprüche, die ihnen die Jugendlichen oben auf dem Podium zubrüllen. Es ist erstaunlich, wie sehr sie ihr Publikum mittlerweile im Griff haben, wie mutig und selbstbewusst sie auftreten und wie gut die Interaktion klappt zwischen Zuhörern und Rednern. Darunter sind durchaus prominente Namen: Professor Heiner Eckert spricht, Eisi Gulp wird erwartet. Gemeinsam machen sie sich stark nach dem Motto: „Ich sag‘ Klima, ihr sagt Schutz.“ Foto und Text Weinfurtner