Rosenheim – Das Wetter ist für Landwirte ein wichtiges Thema, und so war es auch bei der 22. Rosenheimer Schmankerlstraße. Den Bauern aus der Region war Glück beschieden: Bei strahlendem Sonnenschein drängten sich die Besucher am Ludwigsplatz, um verschiedene Spezialitäten zu kosten und zu kaufen.
Auch Kindergartenkinder und Schüler waren dabei. Für sie war es besonders spannend, die Tiere anfassen und anschauen zu können. Außerdem duften sie Obst, Gemüse und Milchprodukte kosten. Passend dazu konnten sie ihr eigenes Müsli herstellen und probieren.
Der Kreisobmann des Bauernverbands, Josef Bodmaier, lobte die vielen Helfer, die ab den frühen Morgenstunden beim Aufbau geholfen hatten. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, das zu tun, wenn man einen Bauernhof zu führen und Tiere zu versorgen hat“, sagte Bodmaier.
Bäuerinnen binden hunderte Türkränze
Kreisbäuerin Katharina Kern richtete einen besonderen Dank an ihre Kolleginnen im Verband, die sich zahlreich an einer besonderen Aktion beteiligt hatten: Gemeinsam banden die Bäuerinnen hunderte Türkränze, mit deren Verkauf sie unter anderem das ambulante Kinderhospiz in Rosenheim unterstützen wollen. „Da war eine große Dynamik in dem Projekt, die unser Gemeinschaftsgefühl zusätzlich gestärkt hat“, sagte die Kreisbäuerin aus Oberaudorf.
Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer rief ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ an die Landwirte aus der Region. Sie sei stolz darauf, dass es im Stadtgebiet ebenfalls landwirtschaftliche Betriebe gebe. Sie habe kürzlich gehört, dass es eine Empfehlung gebe, aus Gesundheitsgründen jeden Tag ein Glas Bier zu trinken. Ein Glas Milch sei aus ihrer Sicht aber viel besser, sagte sie mit einem Augenzwinkern an die Adresse der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), die ebenfalls unter den Gästen war.
Die stellvertretende Landrätin Andrea Rosner von den Grünen würdigte das „Erfolgsprojekt Schmankerlstraße“. Produkte aus der Region seien von höchster Qualität und spiegelten die Vielfalt des Landkreises Rosenheim. „Ich möchte an alle Verbraucher appellieren, dass sie beim Einkauf öfter zu heimischen Produkten greifen. Auf diese Weise unterstützen sie den Umweltschutz und tun etwas für unsere Landwirte“, sagte Rosner.
Die Besucher fanden eine große Auswahl an Produkten aus der Region, darunter Fleisch-, Fisch-, Brot- und Bierspezialitäten vor. Auch Milcherzeugnisse sowie Honig, Obst, Säfte, Alkoholika und sogar Speiseeis aus heimischer Herstellung wurden angeboten. Passend zum Angebot lautete das Motto des Schmankerlmarkts „Heimat der Vielfalt“.
Königinnen
zu Besuch
Ebenfalls auf der Schmankerlstraße unterwegs waren vier „königliche Hoheiten“: die neue bayerische Honigkönigin Katharina Gegg, die bayerische Wollkönigin Franziska Lechner, die bayerische Milchkönigin Beatrice Scheitz und die Bad Feilnbacher Apfelkönigin Johanna Seebacher. Sie verteilten Kostproben der von ihnen vertretenen Produkte an die Besucher.