Neuer Schatz für die Klosterkirche

von Redaktion

Reliquie der heiligen Schwester Faustina Kowalska für Columba-Kapelle

Griesstätt – Beim traditionellen Columba-Fest, das jährlich im September in der Klosterkirche in Altenhohenau gefeiert wird, stand heuer nicht nur die „Gottselige Dienerin Gottes“, Maria Columba Weigl, die im ehemaligen Kloster Altenhohenau von 1730 bis zu ihrem Tod im Jahre 1783 lebte, im Mittelpunkt. Mit einer Reliquie der heiligen Schwester Faustina Kowalska aus Krakau in Polen erhielt die Klosterkirche einen weiteren geistlichen Schatz.

Betend zogen die Gläubigen zu Beginn des Festtages vom Ortsanfang mit Pfarrer Klaus Vogl, Diakon Simon Frank, Gemeindereferentin Elvira Hillenbrand, Praktikantin Johanna Schmidtke mit der von Pater Michael Weyerer getragenen Reliquie der polnischen heiligen Schwester Faustina in die blumengeschmückte Klosterkirche zum feierlichen Gottesdienst ein.

Zu den vielen Mitfeiernden gehörte auch die letzte Oberin des im Jahr 2013 aufgelösten Klosters, Schwester Margarita Sondorfer, die zurzeit ihren Urlaub in ihrer bayerischen Heimat verbringt. Der linke Seitenaltar war mit einem Bild von Schwester Columba Weigl geschmückt. Auf dem rechten Seitenaltar stand das Gnadenbild des barmherzigen Jesus, das mit einer Vision der heiligen Faustina zusammenhängt.

„Das heutige Evangelium stellt uns die unbegreifliche Barmherzigkeit Gottes vor Augen, die nichts mehr ersehnt, als dass alle gerettet werden“, so Pfarrer Vogl zu Beginn. Weiter ging der Geistliche auch auf die große Barmherzigkeit Gottes, die auch im Evangelium zum Ausdruck kommt, ein.

„Die Heiligen laden uns ein, den Weg zu Gott mit Gott einzuschlagen, einen Weg den wir nicht zuerst mit unseren Füßen, sondern mit Willen, Verstand und vor allem mit Herzen zu gehen haben.

In den Fürbitten, die von Gemeindereferentin Elvira Hillenbrand und Praktikantin Johanna Schmidtke vorgetragen wurden, wurde das Leben von der gottseligen Schwester Columba aufgezeigt und in verschiedene Anliegen um die Hilfe Gottes gebetet. Mit neuem, geistlichem Liedgut, besonders mit Liedern von Kathi Stimmer-Salzeder, gestaltete der Altenhohenauer Lobpreischor unter Leitung von Brigitte Huber die Festmesse, den nicht nur Gläubige aus dem Pfarrverband Rott, Griesstätt und Ramerberg, sondern auch aus verschiedenen Nachbarlandkreisen mitfeierten. Zum Abschluss der Messfeier erbat Pfarrer Vogl mit der Reliquie der heiligen Schwester Faustina den Segen Gottes.

Zitate aus dem

Tagebuch der Heiligen

Für das leibliche Wohl mit Würstl und Getränken sorgten Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Im Salettl konnten sich die Gäste bedienen lassen.

Die im Garten neben der Klosterkirche aufgestellten Bänke und Tische wurden gerne bei sommerlichem Wetter angenommen zum Essen, zum Trinken und zu netten Gesprächen und dann auch noch zum Genießen von Kaffee und Kuchen.

Bei der Dankandacht zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit am Nachmittag ging Pfarrer Vogl auf den Lebensweg der heiligen Schwester Faustina ein, die in Polen in einer armen Bauernfamilie aufwuchs, so manche Hindernisse überstehen musste bis zu ihrem Klostereintritt und ein ganz innerliches Verhältnis zu Jesus hatte.

Auch zitierte der Geistliche einige Aufzeichnungen aus dem Tagebuch der Heiligen. Das Gnadenbild des barmherzigen Jesus, so Pfarrer Vogl, habe ihn, wie auch viele andere auf der ganzen Welt, berührt. Jeder sollte seinen Zugang finden zur Verehrung der Barmherzigkeit. Das Gebet um einen echten Glauben sei wichtig.

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