Kiefersfelden – Eine Nigerianerin hat am Samstag gleich zweimal versucht, illegal über die deutsch-österreichische Grenze einzureisen. Nach dem zweiten Versuch ist sie auf richterliche Anordnung hin von der Bundespolizei in die Justizvollzugsanstalt Traunstein gebracht worden. Am Morgen kontrollierten die Bundespolizisten die Afrikanerin auf der A93 im Fernreisebus aus Italien. Sie verfügte über keine Papiere für den Aufenthalt. Ihr nigerianischer Reisepass entpuppte sich laut Polizeibericht als Fälschung. Deshalb musste sie den Beamten zur Inspektion nach Rosenheim folgen. Dort stellte sich heraus, dass sie bereits in Italien registriert war. Eigenen Angaben zufolge wollte die 24-Jährige in Deutschland Fuß fassen. Sie wurde wegen Urkundenfälschung sowie versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen überstellte die Bundespolizei die junge Frau der österreichischen Polizei. Noch am Abend befand sie sich wieder in der Dienststelle der Bundespolizei. Diesmal war sie im Regionalzug aus Kufstein aufgegriffen worden. Deshalb beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein, ein beschleunigtes Verfahren durchzuführen. Die Nigerianerin wurde vorerst in Haft genommen.