Schützensein und Christsein

von Redaktion

Klein, aber fein: So ist der Schützenverein Waldwinkel Brand e.V. Und so feierte er auch das 50. Jubiläum. Dem Gottesdienst war ein kleiner Kirchenzug durch Reit vorangegangen.

Rechtmehring/Maitenbeth – „In die Mitte treffen“ ist beim Schützenverein wichtig – ebenso wie im Christenleben, so Pfarrer Marek Kalinka bei seinem Vergleich zwischen Schützensein und Christsein. In die Mitte zu treffen, gelinge nicht immer. Es liege an jedem, etwas daraus zu machen.

Nach dem Mittagessen im Vereinsheim, der Gaststätte Brand, ließ Schützenmeister Hans Dapperger die 50 Jahre Revue passieren. In den Jahren 1974/75 baute der Verein den Schießstand, 1988 folge eine kleinere 20-Jahr-Feier. 1993 feierte er das 25- Jubiläum mit Fahnenweihe groß. In Erinnerung geblieben ist allen das extreme Regenwetter an diesem Fest. 2008 organisierte der Verein eine Fotoausstellung anlässlich des 40-jährigen Bestehens. In den 90er-Jahren war die Mitgliederzahl mit über 100 Schützen am höchsten, derzeit sind es 81 Mitglieder.

Sechs Schützenmeister waren in den 50 Jahren im Amt, so Dapperger. Gau-Ehrenschützenmeister Helmut Wagner betonte die Traditionen, für die der Verein stehe, und verlieh zahlreiche Ehrungen.

Gründungsmitglieder: Franz Fritsch, Alfred Reichl, Ursula Reichl, Martin Spagl, Johann Dapperger, Karin Fritsch, Thomas-Ernst Brandl und Johann Lipp.

40 Jahre Mitglied:

Sebastian Bauer, Josef Binsteiner, Albert Binsteiner, Klaus Bossak, Waltraud Bossak, Marianne Brandl, Hans Dapperger, Joseph Kitzeder, Franz Kitzeder, Anton Lentner, Josef Neuwieser, Josef Schefthaler, Elisabeth Spagl, Peter Tremmel, Alfred Voglsamer, Hans Voglsamer und Manfred Zaffran.

25 Jahre Mitglied:

Christof Traunsteiner, Gerhard Zaffran, Richard Zaffran, Annemarie Zaffran, Manfred Göschl und Josef Linner.

Besondere Verdienste:

Gerhard Zaffran, seit 2007 Jugendleiter, Josef Neuwieser, Fähnrich seit 1993, Franz Schefthaler, seit 1993 Fahnenbegleiter, Manfred Göschl, seit 1995 Fahnenbegleiter, und Hans Voglsamer, seit 2005 Kassier, Sebastian Bauer, seit 1995 Beisitzer und Kesselfleischorganisator, sowie Gertraud Bauer,tätig in der Kesselfleischorganisatorin.

Lustiges aus 50 Jahren: Querschläger landet im Gesäß des Wirts

Die Gründungsmitglieder Franz Fritsch, Johann Dapperger und Ursula Reichl erinnern sich:

Warum wurde der Verein gegründet?

Die Brandstätter Schützen hatten wegen Umbau damals ihren Schießbetrieb ausgelagert nach Brand in die Gaststätte. Als dann der Umzug zurück nach Brandstätt anstand, überlegten sich einige Schützen aus der Brander Gegend, in Brand einen eigenen Verein zu gründen. Die erforderlichen sieben Gründungsmitglieder waren schnell zusammen und schon war der Verein gegründet.

Was charakterisiert den Verein?

Unsere Mitglieder kommen vorwiegend aus den drei Gemeinden Rechtmehring, Maitenbeth und Haag. Wir gehören zur Pfarrei Rechtmehring, zur Gemeinde Maitenbeth und der Markt Haag ist der am nächsten gelegene Ort.

Was war früher anders wie heute?

Es wurde mehr geschossen und noch mehr getrunken.

Was gab es besonderes in den letzten 50 Jahren?

Wir hatten vor dem Bau des Schützenstandes in Gaststube und Küche geschossen. Es musste etwas umgebaut werden, aber es ging schon. Das war damals so üblich. Als ein schlechterer Schütze antrat und abzog, ging ein Querschläger in das Gesäß des alten Wirtes, was dieser mehr schimpfend als jammernd zur Kenntnis nahm. Interview: Franz Manzinger

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