Die Gämse oder Gams (Jägersprache) ist in Europa und Kleinasien (Türkei) beheimatet. Sie bewohnt den gesamten Alpenraum und Teile des Balkans und der Karpaten. Auch im Kaukasus und in Anatolien sind Gämse anzutreffen. Gämse leben in Herden von 15 bis 30 Tieren. Ende Mai wirft die Gämse nach sechs Monaten Tragzeit meist ein, manchmal aber auch zwei oder drei Junge. Nach drei Jahren ist das Junge ausgewachsen. Gamsböcke können in freier Wildbahn 15 Jahre, Weibchen sogar 20 Jahre alt werden. Gämse sind reine Pflanzenfresser. Natürliche Feinde sind Luchs, Wolf und Bär. Ist die Situation günstig, können Steinadler Gamskitze schlagen. Weil die Population stabil ist, werden Gämse bejagt. In Bayern wurden im Jagdjahr 2015/16 4250 Tiere geschossen. In Österreich waren es 20 370. Von der Gams kann vieles verwertet werden. Das Fleisch gilt als wohlschmeckend, das Fell wird zu Leder verarbeitet, die Hörner zum Beispiel zu Stockgriffen. Aus den Haaren auf dem Widerrist entstehen Gamsbärte. Der Widerrist ist der etwas erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken von vierbeinigen Säugetieren. wha